Grundlagen der Barrierefreiheit im Web
WCAG
- WCAG ist die Abkürzung für Web Content Accessibility Guidelines.
- Diese Richtlinien wurden entwickelt, um sicherzustellen, dass digitale Inhalte für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zugänglich sind.
- Die WCAG wurden vom World Wide Web Consortium ( W3C ) entwickelt und sind ein wichtiges Instrument zur Förderung der digitalen Barrierefreiheit.
- Aktuell gilt WCAG 2.1, WCAG 2.2 wurde jedoch bereits im Oktober 2023 veröffentlicht.
Stufen der Konformität
- Stufe A: Grundlegende Anforderungen an Barrierefreiheit
- Stufe AA: Erweiterte Anforderungen
- Stufe AAA: Höchste Anforderungen
Die vier WCAG-Prinzipien
- Wahrnehmbar – Informationen und Benutzeroberflächen müssen so aufbereitet sein, dass Nutzer:innen sie wahrnehmen können.
- Bedienbar – Benutzeroberflächen und Navigation müssen bedienbar sein.
- Verständlich – Informationen und Bedienung müssen verständlich sein.
- Robust – Inhalte müssen so robust gestaltet sein, dass sie von verschiedenen Benutzeragenten und assistiven Technologien zuverlässig interpretiert werden können.
Gesetzliche Vorschriften
- In vielen Ländern basieren gesetzliche Regelungen zur digitalen Barrierefreiheit auf den WCAG.
- In Deutschland sind die wichtigsten Vorschriften:
- das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)
- die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV)
European Accessibility Act (EAA)
- Der European Accessibility Act (EAA) ist eine Richtlinie der Europäischen Union mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.
- Er definiert verbindliche Mindeststandards, um Barrieren in unterschiedlichen Lebensbereichen abzubauen.